Wo bin ich hier?

Sie sind auf dem ersten Zahnblog der Schweiz, dem Weblog von Dr. Werner Maurer, der als selbständiger Zahnarzt in einer Praxisgemeinschaft in St. Gallen arbeitet.

Dieser Weblog entstand mit der Idee, Ihnen aus dem Zahnarztalltag zu berichten und Sie mit vielen Hintergrundinformationen zu versorgen.

Gut informierte Kunden sind selbstverantwortliche Kunden. Ich hoffe, mit diesem Weblog etwas dazu beitragen zu können.

 
Freitag, 30. Oktober 2009

Sache git’s …

Gestern im Bieler Tagblatt gelesen:

Die Bieler Zahnärztegesellschaft warnt: Ein Zahntechniker arbeitet verbotenerweise im Mund von Patienten – und richtet Verheerendes an.

«Er hat mein Leben zerstört», schluchzt die junge Frau am Telefon. Zahntechniker H.P.* habe ihr acht Zahnkronen und ein Zahnimplantat eingesetzt. Seither sind fast zwei Jahre vergangen, während denen die 37-jährige U.T.* tagtäglich unter unerträglichen Schmerzen leidet. Die Kronen und das Implantat sitzen schlecht und verursachten Entzündungen. U.T. wohnt im Wallis und suchte den Zahntechniker während eines Besuchs bei ihrer Cousine auf, die ihn ihr empfohlen habe.

Eine weitere ehemalige Kundin beschreibt in einer Chronologie, die dem BT vorliegt, wie H.P. ihr Betäubungsmittel ins Zahnfleisch gespritzt, fünf Zähne abgeschliffen und ein Provisorium eingesetzt habe: «Ich kenne H.P. schon seit Jahren, er hat mir meine erste Prothese gemacht». Weil sie gehört habe, dass er auch zahnärztlich ausgebildet sei, «entschloss ich mich, wegen Schmerzen am Zahnhals, zu ihm zu gehen». Er habe ihr angeboten, «eine Brücke mit Teilprothese zu einem sehr günstigen Preis zu machen», schreibt die Frau.

Abszess falsch behandelt

Auch sie musste wegen schmerzhafter Komplikationen später den Hausarzt aufsuchen, der sie zur Behandlung an einen Kieferorthopäden überwies. Dieser stellte einen Eiterabszess fest, den H.P. mit unpassenden Antibiotika behandelt hatte, sodass die Frau zusätzlich an Durchfall litt. Solche Tätigkeiten, wie sie die beiden Frauen beschreiben, sind Sache des Zahnarztes, nicht aber des Zahntechnikers, der dafür nicht ausgebildet ist – auch nicht für die Behandlung von Komplikationen, wie bei den oben genannten Patientinnen.

Schon seit Jahren verfolgt die Bieler Zahnärztegesellschaft das von Gesetzes wegen verbotene Tun von H.P. «Seine Behandlungen, die er durchführte, wurden immer umfangreicher», sagt deren Präsidentin Lisa Leutenegger. Immer wieder suchten Patienten «mit schwerwiegenden Folgen» den zahnärztlichen Notfalldienst auf, nachdem sie bei H.P. in Behandlung waren, so Leutenegger.

Träge Justiz

Im Frühling 2007 war das Mass für die Bieler Zahnärztegesellschaft voll; sie reichte Strafanzeige ein (siehe Titelseite). Inzwischen beschäftigt H.P. zwar einen ausgebildeten Zahnarzt in seinem Betrieb, arbeitet aber gemäss Informationen von Patienten weiterhin wie zuvor. Die Bieler Zahnärzte können nicht begreifen, dass die Justiz keine Handhabe hat, H.P. zu stoppen. «Wir dokumentierten dem Untersuchungsgericht etliche Fälle von katastrophalen Behandlungen und ersuchten dringlich, seine Behandlungsutensilien zu beschlagnahmen», schreibt die Gesellschaft, und: «Dass die Justiz unsere Bevölkerung nicht besser vor derartigen Übergriffen schützt, ist nur schwer verständlich.»

Keine Arbeiten im Mund

«Über laufende Verfahren erteilen wir keine Auskünfte», lautet der Kommentar des Untersuchungsrichteramts Biel. Je nach Komplexität eines Falles könne es schon Jahre dauern, bis es zu einem Gerichtsverfahren komme. Ebenfalls keine Aussagen zum konkreten Fall sind beim kantonalen Gesundheitsamt zu erhalten. Thomas Schochat, der stellvertretende Kantonsarzt, sagt lediglich, es komme selten vor, dass Zahntechniker ihre Kompetenzen überschreiten. Der Kanton könne wenig dagegen unternehmen.

Dies, weil Zahntechniker einer Berufsgattung angehören, die nicht unter die Aufsichtspflicht des Kantons fällt. «Solange keine Patienten Anzeige erstatten, können wir nichts tun», sagt Schochat, hält aber ganz klar fest: «Zahntechniker haben im Mund von Patienten nichts zu suchen.»

Dies bestätigt Bernhard Breunig, Präsident der Schweizerischen Zahntechnikervereinigung. Nur in ganz wenigen Ausnahmen und mit Zustimmung des behandelnden Zahnarztes könne ein Zahntechniker etwa die Ästhetik einer Krone oder die Farbnuance einer Zahnprothese anpassen.

Fehlende Ausbildung

Zahntechniker arbeiten meist in eigenen Dentallabors und leisten feinhandwerkliche Präzisionsarbeit. Im Auftrag von Zahnärzten, die ihnen einen Abdruck schadhafter Gebisse liefern, stellen sie künstlichen Zahnersatz her; Kronen, Brücken, Stiftzähne, Teil- oder Totalprothesen aus Metall, Porzellan oder Kunststoff, wobei die «Montage» am Patienten den Zahnärzten vorbehalten ist.

Zahnarztpräsidentin Leutenegger beurteilt H.P. als «äusserst talentierten Zahntechniker». Doch diese seien ganz klar nicht dafür ausgebildet, Spritzen zu setzen, im Kieferknochen zu bohren und Zahnersatz zu implantieren, geschweige denn, mit allfälligen Komplikationen fachgerecht umzugehen. Auch rezeptpflichtige Medikamente an Patienten auszuhändigen, wie es H.P. getan habe, sei für Zahntechniker verboten.

H.P. verzichtet darauf, die konkreten Vorwürfe zu kommentieren. Obwohl er die Gelegenheit bekam, Stellung zu nehmen, hat er im Nachhinein sämtliche Aussagen zurückgezogen und droht mit einer Klage. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes schreibt das BT seinen Namen nicht. Im Gespräch vermittelt H.P. den Eindruck, als ob er sich von den Bieler Zahnärzten verfolgt und schikaniert fühlt und um den Ruf seines Unternehmens fürchtet. Aus seinen Äusserungen geht hervor, dass er sein Können als erfahrener Zahntechniker gegenüber demjenigen ausgebildeter Zahnärzte als gleichwertig erachtet.

Derweil leidet seine ehemalige Kundin U. T. weiter. Ohne Schmerztabletten kommt sie nicht aus, wie sie sagt. Sie hat Mut gefasst und Anzeige erstattet. Letzten Monat hätte H.P. im Kanton Wallis vor Gericht erscheinen sollen. Sie habe zusammen mit ihrem Anwalt vergeblich auf dessen Erscheinen gewartet.

Mein Kommentar:

Wir sind alles mündige Bürger. Weshalb versagt diese Mündigkeit aber bei vielen Menschen betreffend Zahnarztwahl? Es wird von vielen Menschen mehr Aufwand betrieben, um die nächsten Ferien zu buchen oder ein neues Auto zu kaufen, man vergleicht, informiert sich und lässt sich beraten. Und vor allem wird nicht zwangsläufig das billigste Angebot auch als genau so gut eingestuft wie das teurere.

Weshalb haben aber so viele Menschen die Meinung, beim Zahnarzt sei das billigste Angebot gleich gut wie das teure? Ein Fiat 500 wird ja auch nicht als gleich gut und wertvoll wie beispielsweise ein Audi 8 oder ein Mercedes der S-Klasse eingestuft. Und beim Zahnarzt kommt zusätzlich noch ein Faktor zum Tragen, der bei einem Serienprodukt nicht greift: jede zahnärztliche Arbeit ist eine Einzelanfertigung, wird speziell für diesen einen Kunden angefertigt und ist nicht übertragbar (obwohl ich auch schon in meinen Anfangszeiten als Assistent an der Uni ein Ehepaar kennen lernte, das sich eine einzige Prothese teilte - sie assen nacheinander   :shock: )

Gute, qualitativ wertvolle individuell angefertigte Arbeit hat ihren Preis. Jeder Mensch ist selbst gefordert zu entscheiden, wie wertvoll ihm seine Zähne sind.

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Sonntag, 11. Oktober 2009

Endlich wieder mal ein Eintrag ….

Aufgrund grösserer infrastruktureller und administrativer Änderungen in der Praxis (welche noch nicht abgeschlossen sind) sowie intensiver und zeitraubender Weiterbildung (welche noch andauert) in den letzten Monaten blieb mir kaum noch etwas Freizeit, geschweige denn Zeit, um Einträge in den Blog zu machen. Sogar die Praxisadministration musste darunter leiden und Kostenschätzungen, Behandlungspläne und Versicherungsanträge blieben mehr als nur eine kurze Zeit liegen.

Dafür möchte ich mich bei all den “Leidtragenden” entschuldigen. Trotz allem (selbstgemachten) Stress hoffe ich auf bessere Zeiten :wink:

Gerne möchte ich aber an dieser Stelle noch auf ein Projekt aufmerksam machen, das Sie vielleicht interessieren könnte:

Das Buch Ihres Lebens

Bei diesem Buch geht es um einen meiner Meinung nach echten Hit - 10 Persönlichkeit-Analysen aus den verschiedensten Kulturkreisen dieser Welt, zusammengefasst in einem “Buch Ihres Lebens”.

Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Persönlichkeit, Charakter, Talente, Karriere, Liebes- und Sexualleben, Stärken und Schwächen, Veranlagungen, Begabungen, Fähigkeiten - das Buch Ihres Lebens weiss alles über Sie!

Es beinhaltet:

  1. Astrologische Persönlichkeits-Analyse mit Zodiak (ca. 30 Seiten)
  2. Kabbalistische Namensanalyse (ca. 20 Seiten)
  3. Chinesisches Horoskop (ca. 11 Seiten)
  4. Indianisches Horoskop (ca. 8 Seiten)
  5. Karma-Horoskop (ca. 10 Seiten)
  6. Indisches Horoskop (ca. 5 Seiten)
  7. Astrologische Berufsanalyse (ca. 6 Seiten)
  8. Atlantisches Horoskop (ca. 4 Seiten)
  9. Gesundheits-Horoskop (ca. 6 Seiten)
  10. Flirt- und Erotikhoroskop (ca. 7 Seiten)

Jedes Lebensbuch wird individuell - gemäss den in der Bestellung angegebenen Daten - berechnet und erstellt. Namhafte Astrologen haben daran mitgearbeitet, eine wirklich seriöse Persönlichkeitsanalyse zu erstellen. Sie werden im laufenden Text mit Ihrem Namen angesprochen. Der Umfang beträgt ca. 100 Seiten! Schnelle Lieferung per E-Mail als druckfähige PDF-Datei! Und Sie können gar unter 5 möglichen Erstellungs-Sprachen wählen: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch.

Das Beste aber an all dem ist der sagenhafte Preis: nur 19.95 Euro (zeitlich limitierte Einführungsaktion)

Interessiert?

Dann schauen Sie doch mal hier vorbei: www.asha.astrobook.info. Da erfahren Sie noch mehr Details und können Ihre Bestellung direkt aufgeben.

Übrigens: Auch als Geschenk eignet sich eine solche ausführliche Persönlichkeits-Analyse bestens - Weihnachten ist ja nicht mehr all zu weit entfernt.

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Montag, 22. Juni 2009

Geschafft

Es hat zwar nichts mit Zahnmedizin zu tun - am Herzen liegt es mir aber gleichwohl.

Und deshalb bin ich froh, diese Herzangelegenheit nun auch einem grösseren Kreise zugänglich machen zu können. Seit letzten Freitag ist ein “Herzensprojekt” von mir im Web zu finden:

www.ichbindankbar.ch

Bitte machen Sie regen Gebrauch davon und empfehlen Sie die Seite bei Gefallen weiter.

Meine Arbeit für diese Website hat sich dann bezahlt gemacht, wenn der Kreis der Menschen wächst, die Freude und Dankbarkeit ihn Ihrem Leben als zentral erachten - und dies auch mit anderen teilen wollen.

Möglichkeiten hat es auf der Website www.ichbindankbar.ch genug.

Danke für Ihr Mittun.

Werner Maurer

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Freitag, 12. Juni 2009

Tarif der Zahntechnik zum Teil massiv angehoben

Der Zahnarzt wird teurer ….

Nein, stimmt so nicht. Sind beim Zahnarzttarif seit 1996 keine Anpassungen mehr vorgenommen resp. von bundesamtlicher Seite bewilligt worden, ist das beim Zahntechnikertarif seit 1. März 2009 anders. Mit der Einführung des neuen Technikertarifs steigen die Preise für Zahntechnik je nach Arbeit zwischen 5% bis 50%.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass eine Tarifanpassung bei der Zahntechnik sicher nicht fehl am Platze war. Auch bin ich der Meinung, dass gute Arbeit gut bezahlt werden soll. Und weiter bin ich der Meinung, dass einem die eigene Gesundheit mehr wert sein sollte als ein neues Auto oder tolle Ferien in der Karibik. Wenn ich beim Coiffeur als Frau ohne Weiteres Fr. 200.– in der Stunde liegen lasse oder als Mann 75.– in der halben Stunde, ist es nur recht, dass beim Zahntechniker nun auch wenigstens von einem Stundenansatz von Fr. 120.– ausgegangen wird. Und wenn ich sehe, dass uns Zahnärzten zum Teil vollkommen unqualifizierte Servicetechniker mit einem Stundenansatz von 180 Franken in Rechnung gestellt werden, erst recht. Übrigens hat ein Zahntechniker eine um einiges teurere Arbeitsumgebung als ein “Höörlifilzer” oder ein Servicemann.

Also doch alles im Butter mit den neuen Tarifen?

Für mich trotz allem doch nicht ganz. Wir Zahnärzte sind das Verbindungsglied zwischen dem Patienten und dem Zahntechniker. Wir Zahnärzte müssen die Arbeiten dem Patienten nahebringen resp. “verkaufen”. Und bei uns Zahnärzten steht die Zahntechnik mit auf der Kostenschätzung resp. auf der Rechnung drauf - wird von den Patienten aber nicht als nicht von uns erbrachte und in Rechnung gestellte Leistung wahrgenommen. Wir müssen im Beratungsgespräch dem Patienten eine ganze Krone offerieren, weil er eben den Gesamtpreis für eine Krone wissen will. Wir können nicht nur die zahnärztlichen Leistungen offerieren und dem Patienten dann sagen: “Suchen sie sich einen Techniker und fragen ihn nach dem Preis”. Ergo haben wir Zahnärzte die zum Teil wirklich massiven Preiserhöhungen zu vermitteln - und müssen feststellen, dass es doch nun tendentiell mehr Leute gibt, welche auf eine Arbeit verzichten resp. sich in Billigpraxen oder in Ungarn umsehen und miese Qualität in Kauf nehmen, weil sie erstens nichts von dieser schlechten Qualität wissen und zweitens dadurch auch die Folgen einer solchen Entscheidung nicht absehen können. Ich könnte Ihnen da wunderbare Geschichten erzählen …..

Die Frage ist doch: “Ist es wirklich das, was wir wollen?”

Nun kann man natürlich argumentieren, dass ja die Zahnärzte mit ihren Tarifen runtergehen können zur Kompensation, um diese Teuerung der Zahntechnik aufzufangen. Aus bald 30-jähriger Berufserfahrung, davon fast 20 Jahre in eigener Praxis, kann ich sagen, dass dies nicht geht - wenigstens nicht so, wie man sich das gemeinhin vorstellt. Erstens gilt für uns Zahnärzte wie schon erwähnt immer noch der Tarif von 1996, aber zweitens sind die Kosten für einen Praxisbetrieb laufend gestiegen - und dies wurde von den Zahnärzten aufgefangen. Und drittens war es für mich schon immer schleierhaft und ist es immer noch, wie Praxen nur mit dem SUVA-Tarif existieren können - wohlverstanden eben demjenigen von 1996. Wenn ich qualitativ gut arbeiten will, brauche ich als Zahnarzt entsprechend Zeit, brauche Zeit für die Beratung, brauche Zeit für die Planung, brauche Zeit für die Ausführung einer Arbeit. Ich brauche entsprechend teureres Material, ich brauche eine adäquate Einrichtung und ich brauche excellente Mitarbeiterinnen, die mitdenken und mittragen. Und das kostet alles. Wo soll ich als Zahni also reduzieren? Überall, wo ich doch reduziere, wird es auf Kosten der Qualität gehen.

Will das der Patient denn wirklich?

Trotz allem bin ich in meiner Praxis aber daran, durch weitere Effizienzsteigerungen, durch weitere Installation von Automatisierungsprozessen und durch bessere Integration von unproduktiver Arbeitszeit resp. Verteilung der entsprechenden Kompetenzen, den Taxpunktwert in absehbarer Zeit senken zu können, um die gestiegenen Zahntechnikkosten ein wenig ausgleichen zu können. Vorstösse, die Zahnarztkosten insgesamt zu verringern habe ich ja mit meinen beiden Projekten Dental Care Net und Zahn-Halbtax bereits unternommen. Leider musste ich aber beide Projekte wieder einstellen, weil ich wohl mit den progressiven Ideen und Möglichkeiten der Finanzierung zahnäztlicher Arbeiten der Zeit weit voraus war und bin.

Nun, was haben wir im Moment für Möglichkeiten?

  1. Wir lassen es und beissen in den sauren Apfel. Mit dem Resultat, dass ziemlich sicher eine vermehrte Auslagerung ins Ausland von zahärztlichen und zahntechnischen Leistungen stattfinden wird.
  2. Wir akzeptieren eine moderate Erhöhung der Preise und versuchen im Gespräch mit dem Zahntechniker, diese durchzubringen. Ausser bei Versicherungsfällen können private Absprachen zwischen Zahnarzt und Zahntechniker gemacht werden. So habe ich beispielsweise mit meinem Techniker schon lange lange vor dieser Tariferhöhung bei keramischen Füllungen eine entsprechende Vereinbarung getroffen, welche es möglich machte, eine keramische Füllung zu einem reduzierten Preis von nicht unerheblicher Grösse herzustellen. Die Reduktion war sogar so gross, dass eine Patientin, welche Kosten dadurch sparen wollte, indem sie die Zahntechnik bei einem Verwandten mit entsprechender Preisreduktion machen liess, dann zu ihrem Leidwesen feststellen musste, dass dem nicht so war. Sie musste gar mehr bezahlen, als wenn sie die Zahntechnik bei meinem Techniker hätte machen lassen. Sie glaubte mir übrigens nicht, als ich sie im Beratungsgespräch entsprechend informierte. Weshalb ist das möglich? Ganz einfach. Obwohl es individuell und nicht in Serienproduktion hergestellte Zahntechnik ist, spielt die Menge eben doch eine Rolle. Je mehr ich als Zahntechniker herstelle, desto eher sind meine Apparaturen amortisiert, desto grössere Rabatte hab ich im Einkauf der Materialien und wenn der Zahnarzt und seine Kunden zufrieden sind, werde ich zusätzliche Arbeiten erhalten.
  3. Wir suchen uns als Zahnärzte Alternativen bei billigeren Technikern und nehmen gewisse Abstriche bei der Qualität in Kauf - und hoffen, dass es sich nicht zu einem späteren Zeitpunkt negativ auswirken wird.

Vielleicht gibt es auch noch andere Möglichkeiten, wer weiss. Fact ist und bleibt, dass diese Tarifanpassung zum jetzigen Zeitpunkt und vor allem in dieser Höhe nicht unbedingt als Zeichen von wirtschaftlicher Intelligenz gewertet werden kann.

Ach ja, meine Möglichkeit, die ich für mich - wie schon immer - gewählt habe, ist die Möglichkeit Nummer 2.

Miteinander reden und Win-Win-Situationen schaffen war schon immer die beste Vorgehensweise.

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Sonntag, 24. Mai 2009

Abivardi-Schwestern: Zahn-Imperium wackelt

Mit Swiss Smile haben die Schwestern Abivardi die Schweizer Zahnarzt­branche revolutioniert. Doch jetzt gibts Ärger.

Lesen hier http://www.blick.ch/news/schweiz/abivardi-schwestern-zahn-imperium-wackelt-119837 mehr darüber.

Wahrscheinlich wird es nicht mehr lange gehen und die “Erfolgsstory” ist Geschichte ……

Ob die beiden Schwestern dann auch einen Wirtschaftspreis, z.B. einen Ethikpreis, erhalten?  :wink:

 

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Mittwoch, 25. März 2009

Zahnarztwitz

Den habe ich noch nie gehört. Sie etwa? 

Anfangs Woche steigt eine alte Frau in den Bus und übergibt dem Chauffeur einen Sack voll Nüsse. Voll Freude über das unerwartete Geschenk bedankt sich der Chauffeur herzlich.

Dies wiederholt sich Tag für Tag.

Ende der Woche - der Buschauffeur hat gerade wieder einen Sack voll Nüsse erhalten - fragt er die alte Frau: 

“Gute liebe Frau, ich bin ja so gerührt über ihr Geschenk, aber warum geben sie mir denn die Nüsse? “

“Ja wissen sie, junger Mann, ich esse so gerne Ragusa, aber die Nüsse kann ich nicht mehr beissen!”

Ich wünsche Ihnen ‘en Guete’ ….   :lol:

 

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Dienstag, 10. März 2009

Rudolf Ziegelbecker ist tot

Einer der vehementesten Gegner der Fluoridprophylaxe, der Österreicher Rudolf Ziegelbecker, ist am 12. Januar 2009 gestorben.

Lesen Sie mehr über ihn und seine engagierte Arbeit, welche er vor allem zusammen mit dem Schweizer Chemiker (Abschluss an der ETH) Konradin Kreuzer bestritt. 

http://www.nux.ch/

 

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Freitag, 13. Februar 2009

Freitag der Dreizehnte

Nein, ich habe nicht extra auf dieses spezielle Datum seit meinem letzten Eintrag gewartet, um einen neuen Eintrag zu posten  - leider hat es sich einfach so ergeben.

Nicht, dass ich nicht gewusst hätte, was ich in meinem Zahnblog schreiben könnte, nein, ich war neben meiner zahnärztlichen Tätigkeit mit anderen Dingen (u.a. auch Webprojekten) so sehr beschäftigt, dass der Zahnblog etwas hinten anstehen musste.

Nun, zum Einstieg ins neue - und doch schon wieder alte - Jahr ein kurzer Eintrag:

Wussten Sie, dass …

… Zahnpflege im 18. Jahrhundert als Luxus galt, der nur Frauen zugestanden wurde. Männer, die zur Zahnbürste griffen, wurden als dekadent bezeichnet. Erst im 19. Jahrhundert wurde die Zahnpflege zum festen Bestandteil der Körperpflege.

… es in gewissen Regionen der Schweiz üblich war, dass Frauen im heiratsfähigen Alter alle ihre Zähne ziehen lassen musste, um dem zukünftigen Gatten ja keine Zahnarztkosten zu verursachen. Nein, diese antiquierte und frauenfeindliche Einstellung gehört nicht ins Mittelalter, auch noch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Frauen dazu angehalten. Ich erinnere mich noch gut an eine knapp 30-jährige Patientin aus dem Schwarzbubenland, die ich als Assistent der prothetischen Abteilung des zahnärztlichen Instituts der Universität Basel ca. 1984 behandelte. Bei ihr wurden einige Jahre zuvor alle Zähne gezogen - eben weil sie heiraten wollte.

… das erste künstliche Gebiss aus Flusspferzahn geschnitzt wurde. Der Zahnarzt John Greenwood fertigte es 1795 für den Präsidenten Georg Washington an.

 

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Donnerstag, 11. Dezember 2008

Einbrüche in Zahnarztpraxen

Das fröhliche Treiben geht munter weiter …

 

20. November 2008:

HERISAU. In der Nacht auf Donnerstag ist in Herisau in eine Zahnarztpraxis eingebrochen. Die Täter stahlen Geräte im Wert von mindestens 100′000 Franken. Eine bislang unbekannte Täterschaft verschaffte sich gewaltsam Zutritt zu den Räumen der Zahnarztpraxis. Es wurden diverse zahnmedizinische Geräte und ein Notebook im Gesamtwert von mindestens 100′000 Franken erbeutet. Der genaue Umfang des Deliktsgutes kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die Abklärungen der Kantonspolizei sind im Gange. (Quelle:Tagblatt)

10. Dezember 2008:

WITTENBACH. Einbrecher sind in der Nacht auf Dienstag in Wittenbach in eine Zahnarztpraxis eingestiegen. Sie stahlen Bargeld und medizinische Geräte im Betrag von mehreren zehntausend Franken. Die Einbrecher hatten ein Fenster aufgebrochen. (Quelle: Tagblatt)

11. Dezember 2008:

BASSERSDORF. Bei einem Einbruch in eine Zahnarztpraxis haben unbekannte Täter in der Nacht auf Mittwoch (10.12.2008) Einrichtungen im Wert von über Hunderttausend Franken erbeutet. Die Einbrecher kletterten auf einen Balkon im ersten Stock des Mehrfamilienhauses und gelangten über ein Fenster oder die Balkontüre ins Innere der Zahnarztpraxis. Gezielt entwendeten die Täter Gerätschaften (Bohrer, Sterilisatoren und Implantate). Ueber den Einsteigeweg transportierten sie das Deliktsgut ab. Allein die beiden Sterilisatoren haben ein Gewicht von rund 70 Kilogramm. (Quelle: Kantonspolizei Zürich)

 

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Mittwoch, 26. November 2008

Kaum zu glauben

Die Folgen der sich mehr und mehr ausbreitenden allgemeinen Kassensturzmentalität sind nun mittlerweilen auch im Medizinalsektor immer mehr sicht- und spürbar.

  • Sozialversicherungspatienten stehen in der Praxis und wollen sofort behandelt werden. Und zudem ist natürlich nur das Beste vom Besten gut genug - schliesslich zahlt ja Väterchen Staat. Hinweise meinerseits, dass nur eine soziale Mindestlösung schlussendlich Erfolg auf Bezahlung hat, ist diesen Patienten schlicht weg egal, schliesslich würden sie ja Fr. 3′000.– im Jahr zu Gute haben für den Zahnarzt.
  • Die Sozialversicherungen übernehmen das Debitorenrisiko für den Zahnarzt nicht mehr. Wir Zahnärzte dürfen für Sozialfälle immer noch zum Tarif von 1996 arbeiten (12 Jahre Teuerung sind einfach nicht abgegolten), müssen aber zudem nun auch noch das Risiko der Nichtbezahlung der Rechnung auf uns nehmen. Die Sozialversicherungsanstalt vergütet dem Patienten die Kosten für eine genehmigte Behandlung, dieser braucht das Geld dann aber zweckentfremdet und der Zahnarzt kann in die Röhre gucken. Eben so heute geschehen bei einer Sozialversicherungspatientin.
  • Viele Patienten handeln nicht mehr eigenverantwortlich für das Ganze, sondern nur noch egoistisch für das eigene Portemonnaie. Wenn ich schon KK-beiträge zahlen muss, dann will ich auch möglichst viel rausholen. Dass diese Einstellung zu immer teureren Prämien führt, merken diese Leute leider nicht.
  • IV- Patienten versuchen mehr und mehr, die Ärzte und Zahnärzte durch weit hergeholte und unwahre Behauptungen um ihren verdienten Lohn für den erbrachten Aufwand zu bringen - und finden immer wieder Winkeladvokaten resp. sogenannte Patientenanwälte, welche dieses Gebahren zum eigenen finanziellen Vorteil unterstützen.
  • Der Taxpunktwert wird als einziges Kriterium genommen, um zu beurteilen, ob ein Zahnarzt billig oder teuer ist. Ob die Rechnung schlussendlich korrekt ist und den erbrachten Lesitungen tatsächlich entspricht, interessiert die Leute nicht. So schon mehrmals gesehen bei Rechnungen aus einer bekannten Billigpraxis im Kanton St. Gallen.
  • Zahnärzte kratzen sich noch nicht die Augen aus, zumindest aber wird mit unseriösen Methoden um Patienten gerungen. So ruft ein St. Galler Zahnarzt einen Patienten von mir, der wegen einer postoperativen Entzündung an einem Sonntag in den Notfall musste, mit dem Hinweis zu Hause an, dass er doch die Röntgenbilder bei mir einfordern und die Behandlung bei ihm weitermachen solle. Das sei für ihn (den Patienten) doch sicher besser.
  • Im zahnärztlichen Notfalldienst häufen sich die Fälle, wo ganze Behandlungen durchgeführt werden, anstatt nur die angesagte Notfallbehandlung - und die Patienten lassen das mit sich geschehen.
  • Krankenkassen lehnen die Übernahme von Kosten ab, obwohl der histologische Befund (und dieser steht über allen anderen Befunden) eindeutig ist. Die Patienten rekurrieren nicht, weil der finanzielle Aufwand für sie zu gross werden würde - und das wissen die Krankenkassen und handeln danach.
  • Zahnärzte schicken ihr Praxispersonal mit Flyers auf die Strasse, um Werbung für die Praxis zu machen.
  • Die gleichen Zahärzte verteilen diese Flyers auch in Restaurants oder machen grossformatige Plakatwerbung in der Bahnhofsunterführung.
  • und …
  • und …
  • und …

Ob wir es wollen oder nicht, unser Gesundheitssystem wird mehr und mehr - leider aus eigenem individuellem Verschulden und aufgrund profitorientierter angeblicher Konsumenten- und Patientenschützer - immer mehr zur Zwei- resp. Dreiklassengesellschaft. Sehr zuungunsten genau derjenigen, für welche diese selbsternannten “Schützer” eigentlich aufzutreten vorgeben.

 

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Dienstag, 25. November 2008

“1984″ wird immer mehr zur bitteren Realität

Gelesen in der FAZ von heute:

 

FAZ.NET - ständig aktualisierte Nachrichten. Analysen, Dossiers, Audios und Videos

Elektronische Gesundheitskarte

Was taugt der Kerl?

Von Christian Geyer

Die gläserne Frau Schmidt: Wie sicher sind die Pläne des Gesundheitsministeri...

Die gläserne Frau Schmidt: Wie sicher sind die Pläne des Gesundheitsministeriums?

24. November 2008:
Ist das jetzt wieder nur das olle Thema Datenschutz? Ach, Datenschutz, diese ehrpusselige kulturkritische Figur aus den Achtzigern. Ist nicht jeder für Datenschutz? Und hat nicht jeder im Grunde ganz andere Sorgen? Alles Feintuerische, dass dem Gerede vom Datenschutz anhaftet, entfällt, wenn es um das Großthema Vernetzung der Medizin geht - um jene Unausweichlichkeit, die in bisher unvorstellbarer Weise das Politische mit dem Persönlichen verdrahtet und aus dem guten alten Datenschutz plötzlich eine Existenzfrage von morgen macht.

Was taugt der Kerl? So wird man künftig in einem sehr körperlichen, sehr naturalistischen Sinne die alte Frage nach Kompetenz und Charakter neu formulieren können. Alles nur eine Frage der Datenbasis, des Bescheidwissens über Gesundheit und Krankheit.

„Staatliche Antwort“ auf die Pläne von Google und Microsoft

Denn das beobachten wir im Augenblick: Nirgendwo greift die Digitalisierung der Lebenswelt so tief in die Intimität des einzelnen hinein wie bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Google und Microsoft überlegen derzeit forciert, wie sich auch in Deutschland die digitale Patientenakte einführen lässt. Nutzer können damit ihre medizinischen Daten online verwalten, hinterlegen Angaben über Beschwerden, Krankheiten und medizinische Behandlungen, damit auch Ärzte, Apotheker und Labore darauf zugreifen und die Daten etwa für Diagnosen nutzen können, sofern der Patient sein Einverständnis gibt. Das System kombiniert also eine Archivfunktion für Krankenakten mit der Suchmaschine des jeweiligen Internetkonzerns und Informationsdiensten.

Zum Thema

Das ist praktisch. Das ist nützlich. Das wird sich, wie alles Praktische und Nützliche, früher oder später auch hierzulande durchsetzen. Zumal die datenschützerische Verheißung, die das Bundesgesundheitsministerium mit seiner elektronischen Gesundheitskarte macht als der „staatlichen Antwort“ auf die Pläne von Google und Microsoft - zumal diese Verheißung sich jederzeit als null und nichtig herausstellen könnte.

Hat da etwa jemand was zu verbergen?

Zurecht bemängelt der Chaos Computer Club, dass Daten auf staatlichen Computern nicht sicherer sind als auf privatwirtschaftlichen. Pannen gibt’s schließlich überall, und man könnte sogar umgekehrt argumentieren: Das Vertrauen, auf das Google und Microsoft für ihre Health-Dienste unbedingt angewiesen sind, dieses Vertrauen wäre augenblicklich dahin, sobald die erste größere Panne bekannt würde. Schon deshalb mag man finden, dass die Vertrauensfrage in der Privatwirtschaft nicht weniger gut aufgehoben ist als bei der Ulla-Schmidt-Behörde.

Die Digitalisierung der Lebenswelt erreicht bei den Krankheitsdaten eine Schwelle, jenseits derer man nicht einfach nur eine PIN-Nummer mehr im Kopf behalten muss. Nein, mit dieser neuen PIN-Nummer werden Biographien in ihrem persönlichsten Kern bezifferbar. Die digitalisierte Krankenakte wird die Welt der Gesunden verändern. Denn wenn ich meine Patientenakte erst einmal versandfähig auf dem Schirm habe, entsteht die Frage von selbst, warum ich sie nicht versende: der Firma, bei der ich gerne arbeiten, dem Partner, mit dem ich gerne mein Leben verbringen möchte. Hat da etwa jemand was zu verbergen, wenn er nicht von selbst darauf kommt, mich von seiner gesundheitlichen Untadeligkeit zu überzeugen?

Unfreiwillige Freiwilligkeiten sind absehbar

Es geht also gar nicht um den planetarischen Hacker-Angriff, der die Krankenakten ausspäht und dann mit ihnen Handel treibt. Externe Aggression war bisher die Gefahr, vor der man mit dem Datenschutzappell stets warnte. Es geht um eine andere, weitaus sublimere Gefahr, die in ihren Auswirkungen mächtiger ist als jede denkbare Aggression von außen. Es ist die allgemeine Erwartung, sich als gesund präsentieren zu müssen. Sie wird steigen, wenn erst einmal die Krankenakte als Chip vorliegt. Warum, so werden Personalchefs fragen, enthält sie mir der Bewerber vor, wenn er mir doch - freiwillig, selbstverständlich - mit einem Knopfdruck beweisen könnte, wie fit er ist? Unfreiwillige Freiwilligkeiten wie diese sind absehbar, und wer sich an ihnen nicht beteiligt, fällt unfreiwillig aus der engeren Wahl.

Was taugt der Kerl? Widerwärtig allein schon die Frage. Bald wird sie genauer beantwortet werden können, als uns allen lieb sein kann.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

 

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Sonntag, 23. November 2008

Ein Sonntagsmädchen

Unsere Dentalassistentin Daniela Nef-Freund hat heute Nacht ein Mädchen zur Welt gebracht: Gianna Liza.

 

giannan.jpg
  01:50:00

  3040 g

  49 cm

 

Herzliche Gratulation und viele ruhige Nächte wünscht Euch drei das ganze Team.

 

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Montag, 17. November 2008

Krankenkasse; Nr. 2

Ein weiterer abstruser Fall, diesmal von der CSS

Habe ich letztes Mal über die Helsana nicht gerade Rühmliches erzählen können, betrifft es diesmal die CSS.

Eine Patientin mit starken Gesichtsschmerzen und röntgenologisch sichtbaren Entzündungszeichen auf derjenigen Seite im Kieferbereich, wo sie die Gesichtsschmerzen hat, wird von mir operiert. Das entfernte entzündliche Knochenmaterial wird zur histologischen Untersuchung in ein Labor in Zürich eingeschickt, dessen Inhaber ein Professor ist. Die histologische Diagnose lautet aufgrund des eingesandten Materials: Osteomyelitis.

Nun, diese Diagnose wäre gemäss Krankenversicherungsgestzt (KVG) eine Diagnose, welche die Krankenkasse zu einer Zahlung der Operationskosten verpflichten würde.

Die CSS lehnt aber die Übernahme der Kosten mit dem fadenscheinigen Grund ab, dass ihr Vertrauenszahnarzt gemeint habe, auf dem Röntgenbild würden die typischen Zeichen einer Osteomyelitis fehlen.

Da frage ich mich dann schon, weshalb so viele Gewebsuntersuchungen gemacht werden und gemacht werden müssen, wenn die eindeutige und klare Aussage dieser Untersuchungen dann gar nicht anerkannt werden ….

Und dies alles nur, damit in wohlbekannter Manier (die Helsana und die CSS sind nur zwei einer ganzen Reihe von derart handelnden Kassen) der Patient um sein gesetzliches Recht betrogen und die eigene Kasse geschont wird.

 

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Mittwoch, 29. Oktober 2008

Helsana - Schreck lass nach

Ein total sanierter Patient von mir hat im Urlaub einen epileptischen Anfall beim Schwimmen im Meer und entgeht knapp dem Tod. Wie sich herausstellt, wurde dieser epileptische Anfall durch einen Hirntumor verursacht. Operationen, Chemotherapie und Bestrahlungen folgen - dem Patienten geht es den Umständen entspprechend wieder besser.

Unter anderem wurde aufgrund des epileptischen Anfalles auch an zwei Elementen einer vollkeramischen Brücke Keramik abgesplittert. Also haben wir die Korrektur dieser Krankheitsfolge seiner Krankenkasse, der Helsana, angemeldet. Dabei habe ich nicht den teuren Ersatz der ganzen Brücke vorgeschlagen, wie ich das hätte tun können, sondern nur die Reparatur der abgesplitterten Keramik - etwas, das man mit den heutigen Methoden sehr gut machen und auch verantworten kann. Der Patient war mit dieser Lösung auch einverstanden, weil die “grosse” Korrektur des Schadens ihn zusätzlich unnötig belastet hätte.

Und nun, was schreibt die Helsana? Dass sie den Schaden nicht akzeptieren würde, weil kein Unfallgeschehen vorliege!!!! Den Vogel abgeschossen hat aber dann noch der Schlussatz im Brief:”Trotz unserem negativen Entscheid wünschen wir Herrn XY recht gute Genesung und Gesundheit.”

Zynischer geht es wohl nicht mehr.

Ich weiss, weshalb ich selbst nach über 30 Jahren Mitgliedschaft letztes Jahr von der Helsana weggegangen bin. Und es waren nicht die hohen Prämien ……

 

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Montag, 6. Oktober 2008

Zahnarzt raubt Patientin das Gebiss

Auch die Zahnärzte beginnen sich zu wehren gegen all die Leistungsbezüger aber Nichtzahlenwoller. Eine etwas ungewöhnliche Methode dazu wählte ein deutscher Zahnarzt.

Gelesen im Münchner Merkur, hier der Link zum Artikel  (von einem deutschen Kollegen zur Verfügung gestellt)

 

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Donnerstag, 2. Oktober 2008

McZahn ist pleite

Der Dental-Discounter McZahn wollte in Deutschlan den Markt eigentlich mit Billigware aus China aufrollen. Doch das Geschäftsmodell scheiterte kläglich: Das Unternehmen ist insolvent.

Und ebenso kommen auch die Billigmodelle in der Schweiz nicht in die Gänge.

Wie heisst es doch so schön im Volksmund: was nichts kostet ist auch nichts wert.

Lesen Sie hier mehr ….

 

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Mittwoch, 17. September 2008

Ganzheitliche Kieferorthopädie - 2

Bionator

Der Bionator ist ein kieferorthopädisches Gerät, welches die Zähne ohne Druck und Kraftanwendung in Form bringt. Er besteht aus einem Kunststoffkörper und Drähten.

 

Bis heute werden in der Kieferorthopädie hauptsächlich körperfremde Kräfte zur Umformung angewendet (festsitzende Kieferorthopädie). Die Bedeutung körpereigener Kräfte ist schon seit einigen Jahrzehnten bekannt (Professor Balters). Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, diese körpereigenen Kräfte gezielt einzusetzen.

Kieferanomalien (Mundraumfunktionsstörungen) sind keine eigenständigen Krankheiten, sondern Ausdruck und Symptom einer Fehlleistung bzw. Fehlfunktion.

Diese Anomalien sind gleichzeitig von einer Haltungsanomalie begleitet, insbesondere in Bezug auf Stellung und Haltung der Halswirbelsäule und des Kopfes.

Der Bionator als aparative Hilfe soll vor allem Einfluss nehmen auf:

  • die Strömungsverhältnisse im Mund- und Halsbereich, im Prinzip auf den ganzen Menschen

  • die Schwingungseigenschaften bzw. die Elastizität des Protoplasmas, des gesamten Gewebes

  • die Änderung der Kopfhaltung durch Änderung der Lage des Unterkiefers

  • Änderung der Zungenlage

  • Überführung der Mundatmung in eine Nasenatmung

  • Vermehrung des Speichelflusses (durch vermehrtes Schlucken wird der Mund- innenraum durch den Zungendruck ausgeformt

Begleittherapie 

Als optimale Unterstützung der Bionatortherapie hat sich die Lyphdrainage im Kopf- und Mundbereich erwiesen. Wir bieten diese im Rahmen unserer Praxistätigkeit der ganzheitliche Kieferorthopädie selbstverständlich zu Ihrem Vorteil und Nutzen an. Mit der Lymphdrainage verkürzen sich die Behandlungszeiten in der Kieferorthopädie und damit die Tragezeit der Spangen normalerweise erheblich.

   

►►► weitere Informationen zur Bionatortherapie

►►► Hier werden Bionatortherapien schon lange mit grossem Erfolg ausgeführt

 

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Montag, 15. September 2008

Rennen wir zu schnell durch den Tag?

Hast du je Kindern

auf einem Karussell zugeschaut?

Oder zugehört, wenn der Regen

auf den Boden klatscht?

Bist du jemals dem unberechenbaren Flug

eines Schmetterlings gefolgt?

Oder hast du durch die verblassende Nacht

in die Sonne geschaut?

Mach lieber langsam.

Tanze nicht so schnell.

Die Zeit ist kurz.

Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.

Rennst du durch jeden Tag

wie im Fluge?

Wenn du jemand fragst: Wie geht es dir?

Hörst du auf die Antwort?

Wenn der Tag vorüber ist,

liegst du dann im Bett

und die nächsten hundert Pflichten

gehen dir durch den Kopf?

Mach lieber langsam.

Tanze nicht so schnell.

Die Zeit ist kurz.

Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.

Hast du je zu deinem Kind gesagt:

das machen wir morgen?

Und in deiner Hast

nicht seinen Kummer gesehen?

Jemals den Kontakt verloren

und eine echte Freundschaft einschlafen lassen,

weil du nie Zeit hattest,

anzurufen und „Hallo“ zu sagen?

Mach lieber langsam.

Tanze nicht so schnell.

Die Zeit ist zu kurz.

Die Musik wird nicht ewig weiterspielen.

Wenn du so schnell rennst, um irgendwohin zu kommen,

kannst du den Weg dorthin nicht geniessen.

Wenn du voller Sorgen durch den Tag hetzt,

dann ist das so, als würdest du ein ungeöffnetes Geschenk wegwerfen.

Das Leben ist kein Wettrennen.

Lass es langsamer angehen.

Höre die Musik,

bevor das Lied vorüber ist.

 (David L. Weatherford)

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Freitag, 12. September 2008

Zahnärztliche Kollegialität - was ist das?

Geschichte Nummer 1:

Eine erwachsene Kundin hat einen Unfall (ua. Frontzähne abgebrochen) und muss deshalb über’s Wochenende zum Notfallzahnarzt.

Normalerweise versorgt man im Notfalldienst die Zähne provisorisch, meldet den Unfall der Versicherung an und schickt die Kundin zu ihrem Hauszahnarzt zurück zur definitiven Versorgung der Zähne nach Gutsprache der geplanten Behandlung durch die Versicherung.

Nun gibt es aber Zahnärzte (ja, die Mehrzahl ist schon richtig), die solchen Unfallopfern raten, doch diese Behandlung nicht bei ihrem Hauszahnarzt durchführen zu lassen, sondern direkt bei ihnen. Das sei doch einfacher, weil ja schon alle Unterlagen bei ihnen seien.

Die Kundin muss dann zwar in der Praxis des Hauszahnarztes ihre alten Röntgenbilder besorgen für den Unfallzahnarzt.

Nimmt mich wunder weshalb. Diese alten Bilder haben ja nichts mit dem Unfall zu tun und damit auch keinen Aussagewert diesbezüglich. Aussagewert erhalten diese Bilder nur, wenn man die Kundin abwerben will.

Weshalb Zahnärzte ein solch fieses Gebahren an den Tag legen, ist mir schon klar, weshalb dies aber Kunden mit sich machen lassen, schon weniger.

Geschichte 2:

Ein Kunde möchte nach Jahren wieder zu seinem ehemaligen Zahnarzt (=Zahnarzt A) zurück, welcher im Jahre 2000 seinen Praxisstandort verlegte. In der Zwischenzeit liess sich der Kunde vom Nachfolger (= Zahnarzt B) betreuen.

Im Auftrage des Kunden ruft nun die Mitarbeiterin des Zahnarztes A in der momentan behandelnden Praxis (Zahnarzt B) an, damit die bestehenden Röntgenbilder und ev. eine Kopie der alten Krankengeschichte (die ja vom ursprünglichen Zahnarzt A geschrieben wurde) geschickt werden könnten.

Ein absolut übliches Vorgehen. Nur scheinbar bei dieser Praxis, resp. bei Zahnarzt B nicht.

Die Mitarbeiterin des Zahnarztes A wird vom jetzig behandelnden Zahnarzt (Zahnarzt B) dermassen zusammengestaucht und auf’s Schlimmste beschimpft, dass diese die Welt nicht mehr versteht. Die neue Praxis (Zahnarzt A) solle es unterlassen, in Zukunft noch irgend einmal anzurufen, um alte Daten resp. Röntgenbilder anzufordern, das sei vollkommen daneben. Es sei eine absolute Frechheit, dass Unterlagen angefordert würden und was dieser Mitarbeiterin eigentlich einfalle, eine solche Frechheit zu zeigen etc. etc.

Nimmt mich nur wunder, was dieser Zahnarzt B für ein persönliches Problem hat.

 

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Donnerstag, 11. September 2008

Lach mal wieder 3

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